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Neues Standbein für Koehler

Papierhersteller setzt auf Geschäftsfeld Erneuerbare Energie/Wachstum außerhalb des Kerngeschäfts

20.07.2013

Wer in Oberkirch und Kehl den Namen Koehler hört, denkt automatisch an Papier. Mit der Koehler Renewable Energy will sich Koehler ein neues Geschäftsfeld erschließen, in einem Markt der starkes Wachstum verspricht - mit Erneuerbaren Energien.

Seit über 200 Jahren wird in der Papierfabrik August Koehler SE solide gewirtschaftet. Bodenständige Kaufleute mit einem bodenständigen Produkt. Seit Jahrzehnten ist das Unternehmen erfolgreich mit Nischenprodukten - insbesondere dem Selbstdurchschreibe- und dem Thermopapier. Jetzt will Koehler neue Wachstumschancen nutzen, in einem Bereich, in dem das Unternehmen ebenfalls seit langem Fachkompetenz aufgebaut hat: den Erneuerbaren Energien. Dazu wurde im Januar 2012 die Koehler Renewable Energy GmbH (KRE) gegründet.

Seit wenigen Wochen hat die zwölfköpfige Mannschaft die neuen Räume an der B28 auf dem Firmengelände bezogen, erzählt Nicolas Christoph. Der für Projektmanagement und Unternehmensentwicklung zuständige Bereichsleiter ist seit über zwei Jahren für die Strategieentwicklung der KRE im Bereich Erneuerbarer Energien zuständig.
In Kehl betreibt Koehler zwei Biomasse-Heizkraftwerke, um Dampf und Strom zu erzeugen. Die dabei entstehende Wärme wird zum Trocknen der Spezialpapiere verwendet. In Goch am Niederrhein hat Koehler ein weiteres Biomasse-Kraftwerk erworben, das ebenfalls nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert. Dort wird ein Hersteller von Kartoffelprodukten seit Oktober 2012 mit Energie versorgt. Projekte in der Pipeline. Im hessischen Wetzlar und in Brandenburg hat sich die KRE Projektflächen für Windräder gesichert, in Kooperation mit einem Projektentwickler. In der Pipeline ist bereits ein viertes Biomasse-Kraftwerk in Norddeutschland, nahe Hamburg.

Koehler investiert nach Angaben von Christoph nur in Projekte, die sich zügig refinanzieren. Deshalb habe die KRE kein Interesse an Fotovoltaik-Projekten: »Wir haben das für die Dachflächen unseres Werkes in Kehl prüfen lassen. Der »Return an Invest« (ROI) war uns zu lange. Solche Projekte sind nicht lukrativ.« Der ROI gibt die Rendite, gemessen am Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital an. Im Bereich Wasserkraft verfügt Koehler laut Christoph ebenfalls über das notwendige Know how. »Es gibt aber nicht viel Neues auf dem Markt.« So bleibt es bei den bestehenden Wasserkraftanlagen - zehn Turbinen mit rund 1,5 MW. Für weitere Akquisitionen bieten sich Biomasse und Windkraft an. Und Exoten, bei denen die Technologie noch nicht bis zur Wirtschaftlichkeit ausgereift ist: Dazu gehören das Verbrennen von Biokohle und Biogas, hergestellt aus organischen Abfällen, oder das Umwandeln von Strom zu Gas, um diesen speichern zu können.

Koehler will nach Auskunft Christophs in diesen Markt neuer Technologien einsteigen, sofern sich lukrative Chancen bieten. Zunächst will die KRE in Deutschland und im angrenzenden Europa investieren. Eine Internationalisierung des Investments hält Christoph aber für möglich. In Oberkirch bieten die neu gebauten Firmenräume genügend Ressourcen, um personell wachsen zu können. Und damit auch den Anteil an Umsatz und Ertrag innerhalb der Koehler-Holding vergrößern zu können und für ein respektables Ergebnis zu sorgen. 
(Artikel Acher-Rench-Zeitung)

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