Neues Warenwirtschaftssystem für Biomasse

Seit der Übernahme der B E B Bio Energie GmbH und der GBE – Gocher Bionenergie GmbH im Februar 2013 wickelt das Brennstoffmanagement der KRE den Einkauf der Biomasse für die Tochtergesellschaften der KRE ab.
Zunächst wurden die Systeme Athos und Savcor Zenith von dem Verkäufer der RWE Innogy übernommen. Von Anfang an war es jedoch das Ziel, die Systeme zu vereinheitlichen und eine möglichst tiefe Integration in die Koehler SAP-Landschaft zu erreichen. Zu Beginn wurden sämtliche Belege in den genannten Systemen erzeugt und händisch in SAP eingebucht. Dies galt es zu optimieren. Beide Systeme dienten auch als sogenanntes Brennstofftagebuch, in dem sämtliche eingehenden Lieferungen dokumentiert werden und zeitgleich auch als Abrechnungsprogramm, über welches die Lieferanten im Gutschriftverfahren abgerechnet wurden. Erstes hat auch
genehmigungstechnische Relevanz bzw. dient als Dokument zur Vorlage bei Gutachtern zur Bestätigung eines gesetzeskonformen Betriebes der Anlage. Diese Akzeptanz musste unbedingt erhalten
bleiben.
Zunächst wurden sämtliche relevanten Prozesse erfasst und ein Abgleich mit den am Markt angebotenen Systemen durchgeführt. Relativ rasch kristallisierten sich drei Alternativen heraus: Athos
AWS 32, Savcor Zenith oder ein System des SAP Dienstleisters Itelligence. Nach einem Vergleich der Systeme fiel die Entscheidung im Projektteam, bestehend aus KRE Brennstoffmanagement, Koehler-IT und Geschäftsführung der KRE-Tochtergesellschaften, auf das System AWS 32 der Athos
Unternehmensberatung GmbH.
Neben den Anforderungen des Prozesses war es auch von Bedeutung, die Vereinbarungen aller Gesellschaften mit den jeweiligen Lieferanten so zu formulieren, dass diese auch in einem automatisierten System abbildbar sind. Dabei war die branchenübliche Eigenheit im Holzgeschäft zu berücksichtigen. Hierzu gehört, dass zum Teil gleiche Artikel in unterschiedlichen Einheiten wie Tonne Frischmasse, Tonne Trockenmasse oder Heizwert bzw. Aschegehalt abhängige Tonnagen / Preis abbildbar sein sollten. Die Einheiten müssen auch mit mengenspezifischen Zu- oder Abschlägen versehen werden.
Im Zuge einer Systemvereinheitlichung und einer Automatisierung von Prozessen, konnte so erreicht werden, dass mit der Systemvereinheitlichung von Goch, der Inbetriebnahme von Elsfleth und der Übernahme von Wiesmoor die abzuwickelnde
Brennstoffmenge binnen weniger Monate auf insgesamt über 400.000 Tonnen erhöht werden konnte.

 
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